Bild 9+10/2014 „Violett“

Eine Farbpalette – zwei unterschiedliche Techniken

„das Tor…“

das Tor...

 „die Welle…“

die Welle...

beide Bilder:  B30 x H30 / Acryl auf Leinwand

Violett gilt als Farbe des Geistes und der Spiritualität. Sie  ist bekannt als Farbe der Meditationspraxis und steht für Innenschau und spirituelle Vertiefung. Sie öffnet das Bewusstsein für nicht-materielle Erfahrungen und fördert den Schwingungsaustausch zwischen beiden Gehirnhälften. Violett ist auch die Farbe, mit der man Reinigungsprozesse in Gang setzt – sowohl bei körperlichen Blockaden als auch bei psychischen Unklarheiten, zum Ausgleichen von Disharmonien und zur Vermittlung zwischen Gegensätzen.

 

Ein Kommentar zu “Bild 9+10/2014 „Violett“

  1. Oh, mir gefällt das Tor.

    Wenn ich das Bild anschaue, denke ich an eine Wanderung durch’s Unbekannte. Es ist eine moorige Landschaft, und ich bin alleine. Alleine mit meinen Gedanken, die ich nicht greifen kann, mehr Gedankenfetzen, ein Ziehen im Körper, dieses Ziehen der Veränderung. Es ist neblig, der Nebel hüllt die Landschaft in einen magischen Schleier, ich spüre die feuchte Luft auf meiner Haut, und ich bin hell-wach, aufmerksam, präsent ob einer mystischen Allgegenwart. In mir klingt eines meiner Lieblingsgedichte, von Richard Dehmel, auch wenn er von der Dämmerung sprach:

    Wenn die Felder sich verdunkeln,
    fühl ich, wird mein Auge heller;
    schon versucht ein Stern zu funkeln,
    und die Grillen wispern schneller.

    Jeder Laut wird bilderreicher,
    das Gewohnte sonderbarer,
    hinterm Wald der Himmel bleicher,
    jeder Wipfel hebt sich klarer.

    Und du merkst es nicht im Schreiten,
    wie das Licht verhundertfältigt
    sich entringt den Dunkelheiten.
    Plötzlich stehst du überwältigt.

    Und plötzlich ist da dieses Tor, gesäumt von gewaltigen Bäumen. Überwältigt nähere ich mich, bleibe ehrfürchtig stehen. Atme. Warte. Atme. Spüre die Energie, die von diesem Platz ausgeht, atme tief ein, komme an und wurzle: in diesem Moment, im Sog des Vorwärts, das mich hierhergeführt hat und in mir. Suche in mir meine Entschlossenheit. Finde sie, öffne mich innerlich, werde weit und lasse schließlich los, was mich hält. Und gehe los, ohne mich noch einmal umzudrehen.

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